Der Lehrstuhl Anthropologie und Humangenetik am Biozentrum der LMU zählt zu den wenigen Standorten in Deutschland, an denen beide Fächer im Sinne einer modernen Humanbiologie gemeinsam in Lehre und Forschung vertreten sind.
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Augen nachtaktiver Säugetiere verfügen über besonders viele hochempfindliche Stäbchen-Fotorezeptoren. Das ist der für das Nachtsehen zuständige Sehzelltyp. Schließlich müssen sie Licht wahrnehmen, dessen Intensität millionenfach unter der des Tageslichts liegt.
Ein internationales Team um die LMU-Forscher Dr. Boris Joffe, Dr. Irina Solovei und Professor Thomas Cremer konnte nun zeigen, dass sich der nächtliche Lebensstil und die damit verbundenen Herausforderungen dauerhaft auf die Organisation der Zellkerne in den Stäbchen ausgewirkt haben: Dicht gepackte inaktive und weniger dicht gepackte aktive Bereiche des Erbmoleküls DNA sind anders verteilt als bei den übrigen Körperzellen fast aller Organismen vom Einzeller bis zum Vielzeller – einschließlich der Stäbchen tagaktiver Säuger.
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Drei "Research Grants" des "Human Frontier Science Programs (HFSP)" gehen in diesem Jahr an Teams, denen auch LMU-Forscher angehören. In den Projekten geht es um die Verarbeitung akustischer Spiegel durch Fledermäuse, die Entwicklung von Neuronalen Netzwerken und die Auswirkung der Zellkernorganisation auf die Differenzierung von Stammzellen. Die Fördersumme beträgt je Projekt rund 900.000 Euro für drei Jahre.
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